Prozess zur Erstellung von Ableitungen

    Prozessschema Ableitungserstellung

    Überblick

    Die Nationale IT-Architekturrichtlinie bildet die “oberste” Ebene des “Dokumenten-Baums”, von der spezifische Ableitungen wie die IT-Architekturrichtlinie des Bundes und weitere Ableitungen wie die Föderale IT-Architekturrichtlinie erstellt werden. Die Ableitungen erweitern oder spezifizieren die nationale Richtlinie aus und können eigenständig gepflegt werden - bleiben aber mit der Nationale IT-Architekturrichtlinie verknüpft.

    Grundprinzipien der Ableitungen

    1. Hierarchie der Richtlinien:

      • Die Nationale IT-Architekturrichtlinie ist die oberste Ebene.
      • Ableitungen, wie die Architekturrichtlinie des Bundes oder föderale Ableitungen, basieren auf der nationalen Richtlinie.
      • Von den Ableitungen können wiederum spezifische Richtlinien für Organisationen oder Projekte abgeleitet werden.
    2. Inhaltliche Erweiterung:

      • Ableitungen erweitern oder spezifizieren die Nationale IT-Architekturrichtlinie. Löschungen sind nicht notwendig und dürfen nicht vorgenommen werden.
      • Jede Ableitung kann unter der vorherigen Bedingung frei fortgeschrieben werden.
    3. Feedback-Prozess:

      • Ergänzungen oder Änderungen, die in mehreren Ableitungen auftreten, können zur Generalisierung in die nationale Richtlinie eingebracht werden.
      • Feedback erfolgt über Issues, die an die nationale Richtlinie gemeldet werden.
      • Konkrete Änderungen werden über Merge Requests für die Übernahme in die Nationale IT-Architekturrichtlinie vorgeschlagen.

    Technischer Ablauf

    Eine detaillierte Beschreibung zur Erstellung einer Ableitung finden Sie hier.

    1. Initialer Fork:

      • Die Erstellung einer Ableitung erfolgt durch das Forken der nationalen Richtlinie.
    2. Fortlaufende Aktualisierung:

      • Änderungen in der nationalen Richtlinie werden über Merge Requests an die Ableitungen weitergegeben. Das Team der Ableitung entscheidet über die Annahme oder Ablehnung der Änderungen.
      • Die Ableitungen können Änderungen alternativ mittels “Update Fork” übernehmen.
    3. Werkzeuge:

      • Elemente wie CI-Komponenten (z. B. Werkzeuge zur PDF-Erstellung) werden in separaten Repositories ausgelagert und über Pipelines integriert.
      • Neben den Werkzeugen zur Generierung von PDFs u. ä. können auch Checks zur Qualitätssicherung integriert werden.
    4. Merge-Konflikte:

      • Bei Änderungen an denselben Vorgaben in der nationalen Richtlinie und den Ableitungen können Merge-Konflikte auftreten.
      • Konfliktlösungen können in den meisten Fällen über die GitLab-Oberfläche erfolgen.

    Änderungs- und Kommunikationsprozess

    1. Änderungen in der Nationalen Richtlinie:

      • Änderungen werden in der nationalen Richtlinie über die Commit-Historie dokumentiert.
      • Bei neuen Releases der nationalen Richtlinie wird ein Merge Request an alle Ableitungen gestellt.
      • Der Merge Request enthält Changelogs und eine Beschreibung der Änderungen.
      • Mehr zum Updaten einer Ableitung finden Sie hier.
    2. Änderungen in Ableitungen:

      • Ableitungen können eigene Änderungen vornehmen und eigenständige Branches oder Releases erstellen.